
Poolbesitzer verwechseln regelmäßig zwei unterschiedliche Probleme unter demselben Begriff: die „Würmer“ (Insektenlarven, die das Wasser besiedeln) und das „Glas“ (Filtermedium, das nach einem Filterausfall am Boden des Beckens zu finden ist). Diese beiden Situationen haben weder die gleichen Ursachen noch die gleichen Lösungen, aber sie teilen einen gemeinsamen Punkt: ein verspäteter Eingriff verschärft das Problem und kompliziert die Wiederherstellung des Beckens.
Riss der Saugschlange und Filterglas im Becken: ein mechanisches Problem vor allem
Die Verbreitung von Filterglas als Ersatz für Sand in Poolfiltern hat eine neue Art von Unannehmlichkeit geschaffen. Einige Besitzer finden Glaskugeln oder -granulate am Boden des Beckens, manchmal in mit bloßem Auge sichtbarer Menge. Die gängige Reaktion, den Roboter oder den Saugschlauch zu verwenden, löst das Problem nicht, solange die Ursache nicht behoben ist.
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Die Erfahrungsberichte in den Pool-Hilfsgruppen stimmen überein: Die Anwesenheit von Glas im Becken ist fast immer mit einem Riss der Saugschlange oder des Diffusors im Inneren des Filters verbunden. Das beschädigte Teil lässt Glaskörner in den Rücklaufkreislauf gelangen, der sie direkt ins Wasser zurückführt. Solange das defekte Teil nicht ersetzt wird, wird das Glas nach jedem Filtrationszyklus weiterhin zurückkehren.
Das korrekte Verfahren zum Entfernen von Würmern und Glas im Pool umfasst eine vollständige Inspektion des Filters. Der Behälter muss vollständig entleert, jede Saugschlange und das zentrale Rohr (Diffusor) untersucht und dann nach dem Austausch der beschädigten Teile mit sauberem Glas aufgefüllt werden. Eine einfache Reinigung des Bodens reicht nicht aus und erweckt den trügerischen Eindruck, dass das Problem gelöst ist.
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Larven von Tigermücken im Pool: ein unterschätztes Gesundheitsrisiko
Die „Würmer“, die im Wasser eines Pools erscheinen, sind keine Würmer im zoologischen Sinne. Es handelt sich meistens um Insektenlarven, hauptsächlich von Mücken oder Chironomiden. Mehrere regionale Gesundheitsbehörden erinnern seit 2023-2024 daran, dass die kleinen roten oder schwarzen Würmer, die in den Skimmern beobachtet werden, sehr oft Larven der Tigermücke (Aedes albopictus) sind.
Das Risiko beschränkt sich nicht nur auf die visuelle Unannehmlichkeit. Die Tigermücke ist Überträger von Dengue, Chikungunya und Zika. Ein schlecht gepflegter Pool, mit gestoppter Filtration oder unzureichendem Desinfektionsmittelgehalt, bietet ein günstiges Brutumfeld. Einige Milliliter stehendes Wasser reichen der Weibchen aus, um ihre Eier abzulegen.
Larven unterscheiden, um die Behandlung anzupassen
Mückenlarven hängen normalerweise kopfüber an der Oberfläche und zeigen eine charakteristische zappelnde Bewegung. Die roten Würmer, oft Chironomidenlarven, bleiben eher am Boden oder haften an den Wänden. Die weißen Würmer können Nematoden sein, die in gut chlorierten Becken seltener vorkommen.
- Mückenlarven: durchscheinend bis bräunlich, sichtbar an der Oberfläche, empfindlich gegenüber Chlor und Wasserbewegung
- Chironomidenlarven (rote Würmer): am Boden oder an den Wänden befestigt, widerstandsfähiger, benötigen mechanisches Bürsten zusätzlich zur chemischen Behandlung
- Nematoden (weiße Würmer): selten in gut behandelten Wasser, ihr Vorhandensein signalisiert ein verlängertes Ungleichgewicht der Wasserchemie
Schockchlorung und kontinuierliche Filtration: das Protokoll zur Beseitigung der Würmer
Die Behandlung beginnt mit einer Kontrolle der Wasserparameter. Ein pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 gewährleistet die Wirksamkeit des Chlors. Außerhalb dieses Bereichs verliert selbst eine Überdosierung von Chlor einen großen Teil ihrer desinfizierenden Wirkung.
Eine Schockchlorung beseitigt die Mehrheit der Larven in wenigen Stunden. Die Dosierung hängt vom Volumen des Beckens und dem verwendeten Produkt ab. Nach dem Schock muss die Filtration kontinuierlich laufen, bis das Wasser wieder vollkommen klar ist, was je nach Schwere der Infektion zwischen zwölf und achtundvierzig Stunden dauern kann.
Sobald die Larven tot sind, sinken sie zu Boden. Sie müssen mit einem feinen Kescher oder dem Poolroboter entfernt werden, bevor sie sich zersetzen und einen neuen Zyklus der Algenvermehrung fördern. Die Reinigung der Wände mit einer Bürste vervollständigt den Vorgang, indem sie eventuell an der Wasserlinie haftende Eier entfernt.
Filtration und Wartung des Filters nach der Behandlung
- Den Korb des Skimmers und den Vorfilter der Pumpe reinigen, die oft durch Rückstände von Larven verstopft sind
- Eine Rückspülung des Filters durchführen, um die im Filtermedium gefangenen Rückstände zu entfernen
- Das Manometer des Filters nach dem Neustart überprüfen: ein abnormal hoher Druck weist auf eine verbleibende Verstopfung hin
- Das Wasser vierundzwanzig Stunden nach der Behandlung analysieren, um die Rückkehr zu normalen Chlor- und pH-Werten zu bestätigen

Nachhaltige Prävention: Was tatsächlich die Rückkehr von Würmern und Glas verhindert
Im Hinblick auf die Larven beruht die Prävention auf zwei Säulen: einen konstanten Desinfektionsmittelgehalt aufrechterhalten und die Filtration niemals länger als vierundzwanzig Stunden während der warmen Saison stoppen. Poolabdeckungen begrenzen ebenfalls die Eiablage, vorausgesetzt, sie erzeugen keine Taschen mit stehendem Wasser auf ihrer Oberfläche, was einem zweiten Brutplatz für Mücken gleichkäme.
Im Hinblick auf das Filterglas erfolgt die Prävention durch eine jährliche Inspektion der Saugschlangen und des Diffusors. Filterglas hält länger als Sand, ist aber nicht ewig: Die internen Teile des Filters unterliegen einem mechanischen Verschleiß, der nur durch eine Öffnung des Behälters erkannt werden kann. Die Erfahrungsberichte vor Ort variieren hinsichtlich der idealen Austauschfrequenz, aber eine visuelle Kontrolle jedes Jahr bei der Öffnung des Beckens bleibt die zuverlässigste Praxis.
Die regelmäßige Wartung des Beckens (Bürsten der Wände, Entleeren der Skimmer, wöchentliche Wasseranalyse) bleibt die beste Barriere gegen diese beiden Probleme. Ein Pool, dessen Wasserchemie und Filtersystem ordnungsgemäß funktionieren, lässt weder Larven noch Glaskörner die Gelegenheit, sich dauerhaft niederzulassen.